März29 2026 (So)
18:00

Parsifal

Oper von R. Wagner

Staatsoper

1 Minuten | Oper und Ballett | Verfügbar

Datum: 29. März 2026 | 18:00 (So)
Standort: Staatsoper
Dauer: 1 Minuten
Brechen: Nein
Status: Verfügbar
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In seinem letzten Musikdrama Parsifal schildert Richard Wagner den uralten Niedergang der Menschheit und deutet ihre Erneuerung an

In deutscher Sprache, mit Übertiteln auf Tschechisch und Englisch

Drei Monate vor dem Ende seines bewegten Lebens schrieb Richard Wagner Worte voller bitterer Resignation, aber auch tiefen Erkennens: „Wer könnte sein Leben lang mit offenem Sinn und freiem Herzen in diese Welt von Mord und Diebstahl blicken, die durch Lüge, Täuschung und Heuchelei organisiert und legalisiert ist, ohne sich angewidert abwenden zu müssen? Wohin sollte man dann seinen Blick richten?“ Der erste Satz bezieht sich auf den Inhalt und die Bedeutung seiner monumentalen Tetralogie Der Ring des Nibelungen, einer Parabel über eine Welt, in der Götter wie Menschen zerstörerische Konflikte austragen, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen.

Im zweiten Satz spielt Wagner auf sein letztes Musikdrama Parsifal (1882) an, in dem er – erneut in Parabelform – den jahrtausendealten Verfall der Menschheit offenlegt und eine Erneuerung durch das Aufgeben egoistischer Bestrebungen, durch Mitgefühl, Verständnis und die Linderung des Leidens aller Lebewesen andeutet.
Wagner stützte sein Werk, das er nicht als Oper, sondern als „Bühnenweihfestspiel“ bezeichnete, auf Wolfram von Eschenbachs mittelalterliches Epos Parzival über die Ritter des Heiligen Grals. Doch er verwandelte es radikal im Geist seiner einzigartigen, zutiefst mystischen und metaphorischen Konzeption, beeinflusst von Arthur Schopenhauers Philosophie und buddhistischem Gedankengut.
Die blutende Wunde des Königs Amfortas symbolisiert das vom unstillbaren Begehren getriebene menschliche Dasein, verkörpert durch die geheimnisvolle Kundry, während Parsifal selbst den „reinen Toren“ darstellt – einen mitfühlenden und selbstlosen Einfältigen, der als Einziger Amfortas’ Wunde zu heilen vermag … 
Der international renommierte deutsche Regisseur Andreas Homoki hat sich entschieden, seine erste Inszenierung von Wagners Parsifal in Prag zu erarbeiten – wenig verwunderlich, dass ihn dabei auch die berühmte lokale Kafka-Tradition inspiriert hat.

 

Mitwirkende:

Chor der Staatsoper und Chor des Nationaltheaters
Orchester der Staatsoper
Ballett der Oper des Nationaltheaters
Prager Philharmonischer Kinderchor

Wichtig:

  • Gekaufte Tickets können weder zurückgegeben noch umgetauscht werden
  • Es werden keine Ermäßigungen gewährt
  • Das Theater ist eine kulturelle Institution. Bitte beachten Sie die üblichen Regeln angemessenen Verhaltens und entsprechender Kleidung
  • Programmänderungen sind vorbehalten
  • Die Produktion wurde finanziell vom Förderklub des Nationaltheaters unterstützt
  • Der Preis beinhaltet eine Servicegebühr von 3,7 € (100 CZK)

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